Start › Berggorillas und mehr › Die Städte in Uganda › Jinja in Uganda: Das zweite Wirtschaftszentrum
Nach Kampala ist Jinja eine der größten Städte Ugandas. Auf 1.143 m Höhe gelegen ist das Klima in Jinja durch seine direkte Lage am Ufer des Victoriasees ähnlich warm und feucht wie in Entebbe. Heute leben in Jinja rund 280.000 Einwohner (Census 2024).
Berühmt wurde der Ort Ende des 19. Jahrhunderts weltweit. Der Austritt des Nil aus dem Victoriasee galt seit seiner Entdeckung 1862 durch den britischen Afrikaforscher John Speke lange Zeit als seine Quelle. Diese liegt jedoch, wie man heute weiß, in den Gebirgen des ostafrikanischen Grabenbruchs in Burundi sowie in Ruanda. Allerdings ist der Victoriasee für Ugander nach wie vor die Quelle des Nils und eine einzigartige Sehenswürdigkeit.
Der Name leitet sich von dem lugandischen Wort „ejjinja“ ab und heißt „Stein“. Die hier gelegene erste Siedlung lag auf einem ebensolchen. Günstiges Klima, fruchtbarer Boden und fischreiche Gewässer waren und sind bis heute die Gründe für Jinjas große wirtschaftliche Bedeutung.
Die offizielle Stadtgründung ist auf das Jahr 1900 datiert, als beim Bau einer Telegrafenleitung über den Nil an dieser Stelle gleich eine Ortschaft gegründet wurde. Die Einrichtung von Dampfer- und Fährverbindungen auf dem Victoriasee bis zur kenianischen Hafenstadt Kisumu verband Jinja bald mit den globalen Handelswegen. Denn Kisumu war durch die Eisenbahn mit Mombasa am Indischen Ozean verbunden. Diese günstige Lage bildete neben der naturräumlichen Ausstattung eine weitere Grundlage für Jinjas Aufstieg zu einem Handels- und Wirtschaftszentrum. Größte Bedeutung haben dabei bis heute landwirtschaftliche Güter (Zucker, Baumwolle, Holz) und die Eisenindustrie.
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- Hotels und Unterkünfte in Jinja
- Mehr Bilder aus Jinja, Uganda
- Hintergrundinformationen zum britischen Afrikaforscher John Speke
- Hintergrundinformationen zu den Quellen des Nils
Einige Sehenswürdigkeiten
Bootsfahrten und Rafting
Ob Rafting, Kanu oder normales Boot: Victoriasee und Nil bieten einige Möglichkeiten. Sie können vor Ort Boote mieten, das Ufer erkunden oder zum Beispiel zur Insel Samuka übersetzen.
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- Bekannte Rafting-Anbieter mit langjähriger Erfahrung sind Adrift, Nile River Explorers (Raft Africa) und Nalubale Rafting.
Bujagali-Falls
Die Stromschnellen der Bujagali-Fälle versanken bis 2012 im Stausee des gleichnamigen Bujagali-Kraftwerks (250 MW). Mit dem 2019 in Betrieb gegangenen Isimba-Kraftwerk verschwanden flussabwärts weitere Rapids – die Wildwasser-Strecke ist dadurch kürzer als früher. Rafting ist aber weiterhin ganzjährig möglich: Die Touren starten unterhalb des Bujagali-Staudamms und enden im Bereich der Kalagala- und Itanda-Fälle; Jinja gilt nach wie vor als eine der besten Rafting-Adressen Afrikas.
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- Bilder von den Bujagali-Falls finden Sie in der Bildergalerie Jinja.
Mabira-Wald
Rund 20 Kilometer in Richtung Kampala liegt der 30.000 Hektar große Mabira-Wald. Als Reservat geschützt beherbergt der natürliche Regenwald seltene Tier- und Pflanzenarten. Pläne, einen Teil des Waldes für Zuckerrohr-Plantagen zu roden, wurden 2007 nach breiten Protesten gestoppt.
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Nile Brauerei
Das Werk der Nile Breweries in Njeru bei Jinja besteht weiter; ein reguläres Besichtigungsangebot für Besucher ließ sich zuletzt nicht mehr belegen.
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Owen-Falls Damm
Stromerzeugung durch Wasserkraft: Der 1954 in Betrieb genommene Staudamm (heute Nalubaale Power Station) bewirkte, dass stromaufwärts die Stromschnellen Ripon Falls und Owen Falls im Nil versanken und heute nicht mehr zu sehen sind. Imponierendes Bauwerk.
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Source of the Nile Garden
Mit dem großen Denkmal für John Speke nicht zu übersehen. Schöner Flecken Erde mit Aussicht auf die Nilquellen.
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- Einige Bilder von der Quelle des Nils am Viktoriasee finden Sie in der Bildergalerie Jinja.
Stadtspaziergang
Entdecken Sie Golf-Club, Segelclub, Hafen und einige gemütliche Restaurants. Erkunden Sie – bewaffnet mit Stadtplan – Jinjas Zentrum zu Fuß.
